Gesund und fit durch den Winter

Wenn die Temperaturen sinken, gibt es bei Hund, Katze und Co. einiges zu beachten:
Hier ein paar Tipps vom Deutschen Tierschutzbund, damit die Tiere gut durch den Winter kommen.

Bei gesunden Hunden reicht das Fell in der Regel als natürlicher Wärmeschutz aus. Nur bei einem kranken Tier oder einem Hund mit sehr kurzem Fell kann ein artgerechter Mantel oder Pullover sinnvoll sein. Die passende Größe ist hier wichtig und das Tier sollte nicht in seiner Bewegung eingeschränkt werden. Zur Winterfellpflege gehört das tägliche Bürsten – gerade der Hunde, die ein dichtes Unterfell haben. „Zwischen den feinen Härchen der Unterwolle bildet sich ein isolierendes Luftpolster. Ähnlich wie bei flauschigen Daunenfedern. Verfilzt die Unterwolle, schützt sie nicht mehr ausreichend“, sagt Astrid Behr, Tierärztin und Pressesprecherin des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte (bpt) e.V.

Auch das Fell der Katze ist ein wichtiger Allwettermantel. „Er schützt seine Trägerin gleichermaßen vor Hitze, Kälte und Nässe“, sagt Dr. Gerd Ludwig, Zoologe und Autor zahlreicher Katzen-Ratgeber. So ein Mantel muss daher gut gepflegt sein. Vor allem beim Fellwechsel im Winter. „In dieser Zeit stößt die Katze besonders viel Haar ab und produziert dickes und dichtes Winterfell“, ergänzt Dr. Helga Hofmann, Buchautorin und Katzenexpertin. Eine haarige Angelegenheit, bei der Halter ihre Katzen in der täglichen Fellpflege unterstützen können. „Vermehrtes Bürsten und Kämmen erleichtert der Katze den Fellwechsel“, sagt Dr. Hofmann. „Zudem fördert das Bürsten die Durchblutung der Haut, was gut für den Haut-Stoffwechsel ist.“

Wenn Salz gestreut wurde und die Tiere dem nicht ausweichen können, schützt vor dem Gassigehen das sanfte Einreiben mit einer kleinen Menge Melkfett oder Vaseline die empfindlichen Pfoten. Denn wenn Salz (in Verbindung mit Wasser) in die Poren der Pfoten dringt, ist das sehr schmerzhaft und viele Hunde weigern sich sogar,
weiterzulaufen. Nach dem Spaziergang das Salz mit warmem Wasser abspülen.

Hunde toben und bewegen sich gern im Winter. Bei kalten Temperaturen sind aber mehrere kürzere Gassi-Runden eher zu empfehlen als ein langer Spaziergang. Für viele Hunde ist Schnee auch eine „kulinarische“ Verlockung. Hier sollten Halter aufpassen, denn die Kälte und die möglicherweise im Schnee enthaltenen Erreger und Schadstoffe – beispielsweise im Streusalz – können zu Erbrechen, Durchfällen bis hin zu Magen- und Darmentzündungen führen. Das gilt natürlich auch für Katzen.

Bei ihnen besteht die Gefahr der Schadstoffaufnahme darin, dass sie sich, nachdem sie durch den Schnee gelaufen sind, zuhause putzen und trocken lecken. Wenn es möglich ist, sollte man Katzen und auch Hunde so oft es geht mit einem Handtuch abtrocknen, bevor sie sich zu putzen beginnen. Katzen mit Zugang ins Freie sollten idealerweise jederzeit selbstständig wieder zurück ins Haus gelangen können und auch draußen einen warmen und geschützten Rückzugsort haben. Hat eine Katze einen Lieblingsplatz im Haus gefunden, muss dieser vor Zugluft geschützt sein. Viele Katzen reagieren darauf empfindlich und holen sich einen Schnupfen. Das gilt auch für kleine Heimtiere wie Meerschweinchen genauso wie für Ratten, Wellensittiche und Co.
Bei warmen Temperaturen fühlen sich Meerschweinchen am wohlsten. Deshalb sollten sie bei Außentemperaturen unter zehn Grad ins Haus geholt werden. Unter bestimmten Umständen kann das Freigehege auch winterfest gemacht werden. Voraussetzung ist aber, dass die Tiere schon an Außentemperaturen gewohnt sind. Ihr Stall muss gut isoliert und absolut trocken und sauber sein. Man sollte viel Einstreu, Stroh und Heu zur Verfügung stellen, woraus sich die Tiere eine warme Höhle bauen.

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